Solaranlagen weitestgehend von Einspeisemanagement unberührt
08.12.2011 16:49
Der aktuelle Monitoringbericht der Bundesnetzagentur hat bestätigt, dass die Einspeise-Managementmaßnahmen der Netzbetreiber die Photovoltaik im vergangenen Jahr nur peripher tangiert haben. Die Einspeiseregelung, die 2009 getroffen wurde, ermöglicht es Netzbetreibern über das Erneuerbare Energien-Gesetz, bei knappen Stromnetzkapazitäten kurzfristig die Einspeisung von „grünem“ Strom aus Anlagen mit einer Nennleistung von mehr als 100 Kilowatt zu drosseln.
Dem Monitoringbericht zufolge betraf diese Regelung in den letzten beiden Jahren jedoch kaum die Solarbranche. Die gesamte, nicht eingespeiste Strommenge aus Erneuerbaren Energien betrug 2010 rund 127 Gigawattstunden, davon wurden 98,67 Prozent von Windkraftanlagen produziert.
Prognosen der Netzagentur zufolge soll der Solarenergie-Anteil an der so genannten Ausfallarbeit jedoch deutlich ansteigen, da das Einspeisemanagement auch für diese Energiesparte ausgeweitet werden soll – je nach Nennleistung und Installationszeitpunkt der Anlagen.
Installationen mit einer Nennleistung von über 100 Kilowatt müssen fernabregelbar sein und einen Abruf der Ist-Einspeisung ermöglichen, während Photovoltaik-Anlagen zwischen 30 und 100 Kilowatt sowie ab dem 01.01.2012 errichtete Neuanlagen und Altanlagen ab dem 01.01.2009 (Übergangsfrist: 01.01.2014) lediglich fernabregelbar sein müssen.
Quelle: photovoltaik.eu